Wähle gute Ratgeber

“Kritiker sind gute Freunde, die uns auf Fehler hinweisen”, so soll Benjamin Franklin gesagt haben.
Julien, der Lehrer im Buch “Der Mann der glücklich sein wollte”, sagte etwas Ähnliches, als er mit dem Heiler sprach, den er in seinen Ferien auf Bali aufgesucht hatte.
Er hatte zwei Personen aus seinem Umfeld von seinem Herzenswunsch erzählt, mit einem eigenen Fotostudio sein Geld zu verdienen.
“…und ich muss sagen”, so sagte er zum Heiler “dass sie mir ein wenig den Wind aus den Segeln genommen haben”.

Juliens frisch geweckte Hoffnung auf eine neue Zukunft, hatte sich durch die Bemerkungen seiner Bekannten eingetrübt.
Sein Mut sank.
Die Hindernisse schienen wieder unüberwindlich wie vergitterte Fenster.

“Die eine teilte mir mit, dass die Welt der professionellen Fotografie nur schwer zugänglich sei und dass es mir ohne Diplome, ohne Beziehungen nicht gelingen werde, mich dort durchzusetzen”, erzählte Julien. “Die andere hielt mir entgegen, dass man ohne über einen Kundenstamm zu verfügen, nicht von heute auf morgen solch ein Geschäft aufziehen können und dass deshalb meine Erfolgschancen praktisch null seien.”

Der Heiler rät Julien seine Projekte keinesfalls Personen anzuvertrauen, die ihn entmutigen könnten.
Doch Julien ist nicht einverstanden: “…in gewisser Hinsicht kann es auch nützlich sein, dass die Leute einem die Augen öffnen, wenn man auf dem Holzweg ist”, meint er.

 

Wie siehst Du das?

Hat der Heiler Deiner Meinung recht mit seinem Rat?
Mit wem besprichst Du Deine Herzenswünsche und Träume?
Wem erlaubst Du Dich zu beraten und Deine Ideen zu beurteilen?

Ich habe früher sehr viel darauf gegeben was die Menschen aus meinem Umfeld zu meinen Herzensprojekten sagen.
Aus meiner Kindheit bin ich erbarmungslose Kritik gewohnt.
Ich musste erst lernen, meine Herzenswünsche – vor allem anfangs – wie junge verletzliche Pflänzchen zu schützen; insbesondere vor Menschen aus meinem familiären und beruflichen Umfeld.
Mit der Zeit lernte ich, dass Konfuzius richtig lag als er sagte:
“Von denen einen Rat zu holen die nicht den gleichen Weg gehen, ist nutzlos”.

Schlechte Ratgeber

Der Heiler erklärt es Julien so: “Wenn Sie in Ihrem Bekanntenkreis ein Projekt erörtern, das Sie verwirklichen möchten, stossen Sie auf drei unterschiedliche Reaktionen: Gleichgültigkeit, Ermutigung und Ablehnung. Die Letztere zielt darauf ab, dass Sie die ganze Sache aufgeben.

Sie dürfen sich nicht Personen anvertrauen, die Ihnen nur Bange machen wollen, um so ihre eigenen psychologischen Bedürfnisse zu befriedigen. 

  • Es gibt zum Beispiel Leute, die sich besser fühlen, wenn es Ihnen schlecht geht, und die folglich alles tun, damit es Ihnen nicht besser geht!
  • Andere wiederum könnten es nicht ertragen zu sehen, dass Sie Ihre Träume verwirklichen, weil sie so an ihren mangelnden Mut erinnert würden, die eigenen Träume zu verwirklichen.
  • Ausserdem sind da Menschen, die sich durch Ihre Probleme aufgewertet fühlen, denn diese geben ihnen die Möglichkeit, Sie zu unterstützen. Aber dann merken sie, dass sie von Ihnen und Ihren Projekten in den Schatten gestellt werden, und tun nach besten Kräften alles, um Sie davon abzubringen. Es hat jedoch keinen Sinn, ihnen das vorzuwerfen, eben weil sie es unbewusst tun.

Deshalb ist es durchaus angebracht, sich von solchen Personen fernzuhalten und mit ihnen nicht über die eigenen Pläne zu sprechen. Sonst gehört man ebenfalls zu den Millionen von Menschen, die nicht jenes Leben führen, das sie ersehnen.”

Soweit der Heiler in Laurent Gounelles Buch.

Gute Ratgeber

Doch wer ist ein guter Ratgeber?
Wem vertraust Du Dich an, wenn Du zum Beispiel planst mit dem Fahrrad, um die Welt zu radeln oder wenn Du Dich wie Julien beruflich verändern möchtest?
Wer macht Dich darauf aufmerksam wenn Du “auf dem Holzweg bist” ohne Dich zu entmutigen?
Wer lässt Dir den Ausblick auf die Verwirklichung Deiner Herzenswünsche und gönnt Dir ein gutes Leben?
Es sind drei Unterstützer-Typen:

 

Der Experte

Der Experte ist ein Fachmann, der einigermassen neutral ist.
Natürlich ist auch nur ein Mensch und hinter seiner Meinung stecken ebenfalls psychologische Bedürfnisse.
Doch er kann sie weniger leicht auf Dich übertragen, wenn Du ihn um seine fachliche Meinung bittest. Denn in den meisten Fällen besteht zwischen Euch keine nähere Beziehung. Das macht es für Dich einfach seine Meinung als seine Meinung anzusehen. Du kannst Dir von seinem Rat und von seinen Ansichten das nehmen, was Du brauchen kannst und den Rest verwirfst Du.
Allenfalls kannst Du Dir einen Sport daraus machen, einen anderen Experten zu finden, der eine andere Meinung vertritt.
So weitet sich Dein Horizont.
Nutze das Fachwissen der Experten , aber schütze Dich vor Entmutigung.
Lass Dir von seinen “Fakten” nichts ausreden.
Wenn seiner Meinung etwas “unmöglich” ist, ist das eine interessante Aussage über die Vergangenheit.
Doch – was sagt das über die Zukunft?
Nicht viel, denn wie heisst es so schön:

Alle sagten
“Das geht nicht”.
Da kam einer, der wusste das nicht
und hat es einfach gemacht.


Quelle unbekannt

 

 

Der “Wer”

“Wer tut das, was ich tun will bereits?” kannst Du Dich fragen.
Wenn Du so eine Person entdeckt hast, ist das Dein “Wer” (siehe 8. Artikel dieser Serie).
Die Wahrscheinlichkeit, dass so eine Person Dich eher ermutigt als entmutigt ist gross.
Sie ist den Weg, den Du gehen möchtest bereits gegangen und freut sich vielleicht sogar, Dir bei der Verwirklichung Deines Traumes zu unterstützen.

 

Ausgewählte Freunde, Familienmitglieder und Bekannte

Menschen aus Deinem persönlichen Umfeld können unterstützende Ratgeber sein oder auch nicht.
Wie entscheidest Du, wer zu den guten Ratgebern gehört?

Der Heiler aus Juliens Geschichte bringt es auf den Punkt:
Julien brauche ein oder zwei Person, die an ihn glauben, sagt er.
Menschen, die an uns glauben und uns das spüren lassen, schaffen es unsere (Selbst-)Zweifel und Ängste aufzulösen und unser Selbstvertrauen zu stärken, weil sie von unseren Fähigkeiten überzeugt sind. Das hilft uns durch die unvermeidlichen Höhen und Tiefen, die auf uns zukommen, wenn wir unsere Komfortzone verlassen und unser Herzensprojekt umzusetzen beginnen.
Menschen, die an uns glauben verhindern, dass wir aufgeben, weil wir uns alleine fühlen.
Ratschläge können sie uns vielleicht nicht geben. Doch das ist auch gar nicht notwendig, dafür sind die “Wer’s” und die Experten da.
Aber Menschen, die an Dich glauben machen Dir Mut, weil sie Deine Stärken sehen und an Dich glauben.


Strategie 11 um Deine eigenen Lebensziele zu finden und zu verwirklichen heisst:
Suche Dir 1-2  Personen, die an Dich und Dein Projekt glauben und mache Experten und Menschen, die Deinen Weg schon ein Stück gegangen sind zu Deinen Ratgebern.


 

Zeige dem Leben wo Du hin willst!

Die Lösung ist immer einfach, man muss sie nur finden” schreibt der russische Schriftsteller Alex Issajewitsch Solschenizyn.

Beim Finden der eigenen Lebensziele ist es genau so. Hat man entdeckt was man im Leben wirklich tun und erleben will, staunt man, dass es nichts Kompliziertes ist.
Aber eben: das sagt sich im Rückblick leicht.
Ein typischer Fall von “Gewusst wie…”

Raum für seine Lebensziele zu schaffen, so dass sie – wie ein junges Pflänzchen – sich entwickeln und konkreter werden können, ist auch leicht.
Selbst wenn man keine Zeit hat.
Wenn man die Lösung kennt…

Wie schaffe ich Raum für das wirklich Wichtige?

Viele Zeitmanagement-Ratgeber lehrten mich Ziele zu bestimmen und dafür Pläne zu machen.
Allerdings merkte ich erst Jahre später, dass ich auf unwichtige Ziele gesetzt hatte.
Es lag nicht auf der Hand welche Dinge wirklich wichtig sind und Zeit dafür zu finden.

Es half auch nur bedingt zwischen dringenden, wichtigen und unwichtigen Aufgaben zu unterscheiden, so wie es in Zeitmanagement-Seminaren gern gelehrt wird (Eisenhower-Matrix).
Ich verschob das was mein Leben wirklich schön macht all zu oft und sass viel zu lange vor dem Bildschirm.
Ich konnte zu wenig auf Entdeckungstour gehen.
Ich hatte viel zu wenig Zeit zum Lesen und Lernen.
Ständig kam etwas dazwischen.
Im Moment schien alles Berufliche wichtiger …

Noch minutiöser zu planen half nicht.
Ersten bin ich in der Lage auch minutiöse Pläne nicht einzuhalten.
Das kann ich sogar besonders gut 🙂 .
Zweitens hilft das Einhalten von Plänen nicht, wenn die Zielsetzung zu einseitig auf berufliche Ziele ausgerichtet ist.

Dieser Einseitigkeit entgegen zu steuern gelang mir erst, als ich mich jeden Tag zu einer Mini-Aufgabe verpflichtete.
Ich verlangte von mir einmal am Tag etwas von dem zu tun, was mir wirklich wichtig ist.
Die Anforderungen hielt ich absichtlich lächerlich klein, so gab es keinen Grund, warum ich die Aufgabe innerhalb eines Tages nicht erledigen konnte.

  • Ein (!) Abschnitt in einem Buch lesen
  • 2 Minuten spazieren gehen
  • 5 Minuten alles tun ausser auf einen Bildschirm zu schauen.

War ich schon mal am Lesen, las ich meist noch etwas länger.
War ich draussen, kehrte ich nicht so schnell zurück – obwohl nach 2 Minuten die Aufgabe erfüllt war und ich “die Erlaubnis” dazu gehabt hätte.

Im Lauf der Zeit bekamen meine persönlichen Interessen immer mehr Platz.
Irgendwie geschah es automatisch.
Ich wurde ungehalten, wenn ich Dinge zu erledigen hatte, die ich nicht wirklich wollte.
Mein Arbeitspensum als Angestellte reduzierte ich von Jahr zu Jahr.

Je mehr die wichtigen Dinge Platz hatten, um so mehr wollte ich davon in mein Leben bringen.
Wieso fanden sie nun Platz in meinem Leben?
Ich hätte es nicht erklären können und schob es darauf, dass die Technik der “minimalen Anforderung” für mich ganz gut funktioniert.

 

Warum die Dinge, die wir tun mehr werden

John Strelecky brachte mich mit einem Abschnitt aus dem Buch “Wiedersehen im Café am Rande der Welt” auf ein anderes Erklärungsmodell. Allerdings, will ich Dir diese Erklärung hier nicht einfach als richtig servieren.
Denn es ist eine ziemlich wilde Theorie!
Ich finde, wir sind es unserer Integrität schuldig, solchen Theorien zwar mit Offenheit zu begegnen und sie zu prüfen, statt sie einfach zu glauben. Deshalb meine Bitte – überprüfe zuerst, ob Du folgende Erfahrung auch kennst:

 

Fazit aus meiner Selbstbeobachtung

Es gab Phasen, da war ich ständig draussen.
Ich hatte trotz Aufträgen Zeit die Natur zu geniessen und zu wandern.
Dann geschah etwas.
In einem Projekt wurde zur Eile gedrängt.
Ein paar Nachtschichten waren angesagt.
Doch als die Eile vorbei war, kam das nächste, was sofort erledigt sein wollte und mich weiter an meinem Bürotisch hielt.
Als wäre ich in eine Spur gerutscht aus der ich nicht mehr herausfand.
Es war als halte mich ein Magnet in der “ich-sitze-ständig-am Bürotisch-Spur”.

War ich ungehalten genug, plante ich “meinen Ausbruch”, legte einen Wandertag ein und verbot mir am Morgen den Computer zu starten und das Handy anzuschalten.
Denn garantiert gab es etwas das sofort erledigt sein sollte.

Diese Art Kraftakt war notwendig, um aus dieser Spur zu kommen.
Gelang mir das Ausbrechen einmal, fand ich bald danach wieder die Gelegenheit dafür.
Liess ich mich ein paar mal aber wieder von meinen Plänen abhalten,
geriet ich wieder ins alte “Fahrwasser” und fand mich ständig vor dem Bildschirm wieder.

Machst Du ähnliche Erfahrungen?

 

Die Navi-Theorie

John Strelecky, dem Du in diesem Teil der Blogserie zum letzten mal begegnest, erklärt das mit einer Theorie, die ziemlich esoterisch wirken kann. Aber sie ist für die Praxis sehr spannend. Er sagt:

Das Universum beobachtet uns.
Es sieht was wir tun, denken und fühlen.
Und es schlussfolgert, dass das was wir tun, denken und fühlen genau das ist, was wir tun, denken und fühlen wollen.
Deshalb schickt es uns mehr davon.

Wenn wir uns jeden Tag über den Job beklagen, denkt es wir mögen das.
Es hört nicht, dass wir am liebsten kündigen möchten und einen anderen Job haben wollen.
Es sieht, dass wir jeden Morgen am Arbeitsplatz erscheinen und unser ganze Leben nach diesem Job ausrichten.
Es beobachtet, dass wir uns jeden Tag ärgern und uns aufreiben.
Offenbar ist es das was wir haben wollen, sonst würden wir etwas anderes wählen.
Also werden wir mit noch mehr Möglichkeiten uns zu ärgern beliefert.

Es reagiert also wie ein Navigationsgerät, schreibt Strelecky.
Wenn ich nach einem italienischen Restaurant suche, schlägt es mir das nächste Mal ungefragt italienische Restaurants vor.
Wenn ich jeden Tag stundenlang vor dem Bildschirm hänge, schliesst es daraus, dass ich genau das mag.
Also liefert es mir Situationen und Aufgaben, die mich weiter am Bildschirm halten.

Automatisch.

Wenn ich das so schreibe, wirkt es vielleicht, als sei das Universum dumm oder gemein.
Aber das scheint nur so, weil wir den Mechanismus nicht verstehen.
Verstehen wir ihn, ist er genial und dient uns in jeder Hinsicht.

Wenn wir etwas anderes als das Bisherige wollen, müssen wir etwas anderes wählen.
Also: Tun.
Nicht Reden.

 

Wie Du dem Leben deutlich machst, was Du wirklich willst

Das heisst:

  • Wir stellen das Navigationsgerät auf “chinesische Restaurants” ein 
  • Wir beschäftigen uns mehr mit den Aufgaben, die wir mögen und kümmern uns darum mehr davon zu bekommen.
  • Du redest nicht mehr über den Jobwechsel, sondern Du schaust Dir Stellenangebote an.
  • Falls Du das auch schon seit 6 Monaten tust ohne konkret zu werden, dann tust Du etwas Neues: schreibe eine erste Bewerbung oder melde Deine Selbständigkeit an – obwohl Du noch sehr unsicher bist und nicht recht weisst, wie das gehen wird
  • ich schaue, dass ich regelmässig Aufgaben habe, die mich nicht am Bildschirm festhalten, sondern in der freien Natur erledigt werden können.
  • in Wanderbüchern zu schnuppern, Wanderkarten organisieren und Routen im Kalender einplanen zeigen, ebenfalls in welche Richtung es gehen soll und
  • ich schalte mein Handy am Morgen nicht ein und schaue nicht in meine Mailbox bevor ich 500 Wörter geschrieben habe. Denn ich will in Zukunft fast nur noch schreiben. Das gilt es zu demonstrieren.

Vielleicht wissen wir noch gar nicht genau was wir wollen.
Egal – wenn es stimmt, dass das Leben uns zusieht, dann ist es vollkommen unwichtig den genauen Weg zu kennen.
Dann gilt es einfach ein klares, unübersehbares Zeichen in die neue Richtung zu setzen.
Das klares Signal, DASS sich etwas ändern soll ist wichtig.

Ist das Zeichen gesetzt, ist eines noch wichtig:
Sichere Dich vor “Rückfällen” ab! Sorge dafür, dass Du Deinen Plan wirklich durchziehst.

  • Blockiere in Deinem Terminplan die Zeit, die Du für die Dinge haben willst, die Dir wichtig sind. Diese Zeit ist genau so definitiv reserviert, wie ein Sitzungstermin mit Deinem Kunden, Deinem Team oder Deinem Arbeitgeber.
  • Falls Du leicht zu überreden bist, Deine eigenen Wünsche zugunsten einer “dringenden Sache” auzugeben, dann buchst Du Dir sofort das Hotel, wo sich Deine Pläne umsetzen lassen oder Du lädst jemanden ein mitzumachen. Dann wird das Verschieben schwieriger.
    Wenn Du den Termin verschiebst, wir Dir das Leben noch viele weitere Möglichkeiten geben, das wirklich Wichtige auf später zu verschieben. Denn Du scheinst das ja zu mögen.

 

Warum Du es anderen oft nicht recht machen kannst

Natürlich – ich mache mich nicht immer beliebt.
Es irritiert Menschen, wenn ich nicht mache was sie wollen.
Menschen, die durch ihr Leben hetzen, hassen es, wenn ich nicht wie sie funktionieren.
Sie wollen, dass ihre Prioritäten die Meinen sind.
Dass ihr Tempo mein Tempo ist.
Doch wenn ich versuche nach ihren Wünschen zu leben und Kompromisse zu finden, passiert immer dasselbe:
meine Ziele kommen zu kurz und mein Alltag gefällt mir nicht.
Dann muss ich mich daran erinnern: es ist MEIN Leben.
Es ist MEINE Zeit, die andere für sich beanspruchen wollen.
Es ist an MIR zu entscheiden, was in meinem Leben Priorität hat.
Es ist an DIR zu entscheiden, wer Dein Leben lebt. 

Was willst DU in Deinem Leben haben?

 


Strategie 9 um zu erleben, dass Deine Lebensziele wachsen und sich entwickeln können lautet:
Setze klar Zeichen in welche Richtung es gehen soll!


 

Stell’ die richtigen Fragen

Eine gute Frage ist die halbe Antwort”,
so wird der Autor Wolfgang Zielke zitiert.
Ebenso gilt:
eine falsche gestellte Frage verhindert, dass wir die gesuchte Antwort finden.
Im Extremfall führt sie uns in ein Gewirr an Wegen und Möglichkeiten.
In ein Labyrinth.

Auf höchst amüsante Weise zeigt dies die Geschichte vom deutschen Touristen, der von der Station Zytglogge in Bern nach Worb reisen will.
Er spricht einen Mann mit der Frage an:
Ah, eh erlaubet Sie mal. Sie sind doch sicher en Einheimische, gell?”
Der Einheimische fragt misstrauisch zurück, wie der Deutsche das meine. Ob er etwas dagegen habe, dass er ein Berner sein.

So kommt er nicht zur Information die er haben will, erkennt der deutsche Tourist.
Er fragt also: “Sie könne mir doch sicher sage: Wann fährt der nächschte Omnibus nach Worb?”.
“Nie!” antwortet der Einheimische.
Der Deutsche erfährt, dass es keinen Omnisbus nach Worb gibt.

Ach du meine Güte! seufzt er und fragt “Ja, sage sie mal, kame nach Worb auch gehe?
“Ja we me wott cha me scho” (wenn man will kann man schon) antwortet der umständliche Schweizer ganz logisch.
Wieder ist der Deutsche keinen Schritt weiter.

“Sie verstehe mich falsch”, versucht er es erneut “ wie lang geht me denn da?
“Ja gäuet,” antwortet der Schweizer “je nach däm wie eine geit. We eine langsam geit de het dä natürlech e chli lenger weder eine wo gleitiger geit.”
(wenn einer langsam geht, geht er natürlich etwas länger, als einer der schnell geht)
.

Das ergebnislose Gespräch lässt den Touristen fast verzweifeln.
Entnervt fragt er: “
Gesetzt der Fall: Sie müessten nach Worb gehe. Wie würde Sie gehen?”
Ja, da würde ich nicht gehen, da würde ich…fahren” antwortet der Einheimische und erklärt dem verblüfften Deutschen, dass zwar kein Omnibus nach Worb fährt, dafür aber ein Tram, genannt “das blaue Bähnli”.
Das sei allerdings gerade vor 2 Minuten abgefahren.
Ah. Das sage sie mir erscht jetzt, dass des Blaue Bahnli fährt!” ruft der Deutsche konsterniert aus.”
“Ja, dir heit mi o gar nid derna gfragt!” (Sie haben mich nicht danach gefragt) wehrt sich der Einheimische.

 

Fragen, die Dir den Weg zu Deinen Lebenszielen öffnen

Wenn Du Deine ersten Herzenwünsche bestimmt hast, stellst Du Dir eine Menge Fragen.
Die Antwort ist möglicherweise nicht schwieriger als die Frage, wie man vom Zytglogge nach Worb kommt.
Aber wenn Du die Frage “falsch herum” stellst, wie der deutsche Tourist, bekommst Du nicht die Antwort, die Dich weiter bringt.
Du stehst vor einer verschlossenen Türen – oder hochgezogenen Treppen.

Angenommen

  • Du möchtest mit dem Fahrrad um die Welt fahren oder
  • Du möchtest eine erfolgreiche Unternehmerin sein oder
  • wie ich viele viele Menschen ermutigen ihr Leben in die Hand zu nehmen und es zu gestalten, statt zu ertragen.

Dann fragst Du Dich “Wie soll das gehen? Wie mache ich das?”

Dies scheint eine gute Frage zu sein.
Ist es aber nicht.

Bei vielen Menschen löst diese Art zu fragen eine Art Black-out aus.
1000 Herausforderungen stürmen auf uns ein.
Besonders die Frage danach woher das nötige Kleingeld kommt und wie der Traum mit einem Job kombinierbar ist, löst unlösbare Fragen aus.
Wir haben keine Idee.
Oder wir sehen (theoretisch) tausend Möglichkeiten, wissen aber nicht, wie (konkret) anfangen.
Das entmutigt uns.

Wenn wir nicht gleich aufgeben, erzählen wir vielleicht Freunden und Bekannten von unserem Wunsch und erhoffen von Ihnen Ideen zu bekommen.
In der Regel funktioniert das nicht besonders gut.
Tipps und Ratschläge können wir oft nicht auf uns selbst übertragen.
“Das funktioniert bei mir nicht”, denken wir, noch während unser Gegenüber uns Ideen liefert, weil wir unsere eigenen Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und erlernte Strategien haben.

Der Weg der anderen ist ihr Weg.
Er lässt sich meist nicht kopieren.
Wir müssen unseren eigenen Weg finden.

ABER. Es gibt eine gute Nachricht.
Es gibt etwas Besseres als Tipps, Ratschläge und Anleitungen zur Frage “wie?”

Es gibt zwei gute Fragen.
Sie sind etwas vom Wertvollsten, das ich von John Strelecky gelernt habe*.
Sie wirken wie eine Zauberformel beim Finden von Lösungen.
Sie bringen Dich weiter, inspirieren und ermutigen Dich dran zu bleiben und das scheinbar “Unmögliche” zu verfolgen.

Du willst diese Fragen haben?
Okay – Trommelwirbel

Die Fragen beginnen mit dem kleinen entscheidenden Wort: “Wer…?”

 

Die erste Frage: Wer tut das bereits?

Wenn wir nicht fragen “Wie mache ich das?” sondern

  • Wer ist mit dem Fahrrad schon um die Welt gefahren?
  • Wer ist ein erfolgreicher Unternehmer?
  • Wer ermutigt Menschen?

bringt uns das in Kontakt mit Menschen, die uns eine Vorlage für unser Projekt liefern oder gar unsere Vorbilder sein können.
Von ihnen erfahren wir, dass sie auch einmal mit ihren ersten Schritten angefangen haben.
Wir begegnen einem Menschen, der uns ziemlich “normal” scheint.
Ohne Zauberkräfte.
Dass er oder sie so ein Abenteuer geschafft hat, macht Mut, selbst wenn wir spüren, dass wir anders vorgehen möchten.
Auch diese Person hatte keine Sieben-Meilen-Stiefel an.
Sie ist Schritt für Schritt gegangen,
hatte erste Erfolgserlebnisse,
hatte sich geirrt oder verirrt,
fiel auf die Nase und –
fand den Dreh raus.

Das – so wird Dir klar – kannst Du auch: Schritt für Schritt Dein Ziel verfolgen.

Die Chancen stehen gut, dass

  • es Dich inspiriert ähnlich oder gerade anders als diese Person vorzugehen
  • Du gute Tipps bekommst, was Du berücksichtigen solltest
  • diese Person jemanden kennt, der Dir bei bestimmten Fragestellungen helfen kann oder Dir Adressen zum Übernachtung nennen kann und… und… und…

Gangbare Wege werden sichtbar. Türen öffnen sich.

Der Unterschied zwischen der Frage: “Wie fange ich an?” und der Frage “Wer tut das bereits?” scheint genau so minimal, wie der Unterschied zwischen der Frage: “Wann fährt der nächste Omnibus nach Worb” zur Frage: “Gesetzt der Fall: Sie müessten nach Worb… wie würden Sie…?”
Und doch ist in beiden Fällen das Resultat ein völlig anderes:

Wenn ein Mensch Dir erzählt, wie er seinen Traum angepackt hat, dann entstehen in Deinem Kopf nicht 1000 Aufgaben, die angepackt werden müssten, sondern

  • Bilder, wie so etwas gehen kann,
  • Hoffnung, dass auch Deine kleinen Schritte Dich weiterbringen und
  • Ideen, wie Du mit Deinen Voraussetzungen, Befindlichkeiten und Rahmenbedingungen weiterkommen kannst.

 

Die zweite Wer-Frage

Meine eigene “Wer-Frage” führte mich vor kurzem zu einem Buch von Christine Thürmer, der meistgewanderten Frau der Welt.
Als ich von ihren Wanderungen von Mexiko nach Kanada las, merkte ich bald, dass ich nicht wie sie 20-30 km am Tag laufen möchte.
Ich will laufen, um die Welt zu entdecken,
um die Eindrücke in mir aufzunehmen,
um mich inspirieren zu lassen von all dem Schönen und Erstaunlichen, von dem ich umgeben bin.
Ein 20km-Ziel hält mich davon ab, mich für 1-2 Stunden im Wald auf die Bank zu setzen, ihn anzuschauen und seine Geräusche, Farben und Gerüche zu geniessen.

Als ich diese Erkenntnis mit einer Freundin teilte, antwortete sie mir, als hätte ich ihr die zweite Version der “Wer-Frage” gestellt:
“Kennst Du jemanden, der das tut, was ich tun möchte…?”

Sie erzählte sie mir von Erling Kagge der das Buch “Gehen. Weitergehen. Eine Anleitung” geschrieben hat. Der Autor packe das Gehen ganz anders an als Christine Thürmer, sagte meine Freundin.

  • Wir alle sind geborene Entdecker” las ich bald schon in Erling Kagges Buch und
  • “zu gehen verschafft ein Gefühl von Freiheit. Es ist das Gegenteil von “schneller, höher, weiter” und
  • Jeder glaubt zu wissen, dass Zeit gespart wird, wenn man von einem Ort zum anderen statt acht nur zwei Stunden unterwegs ist. Ja, mathematisch ist das sicher korrekt, aber meine Erfahrung ist eine andere: die Zeit vergeht rascher, wenn ich das Tempo erhöhe”.

Mein Herz hüpfte vor Freude. Erling Kagge fasste in Worte, was ich gerade zun entdecken begann.
Da hatte ich also wieder einmal einen “Wer” gefunden, einen Vorbild.

 

Die Folgen von Wer-Fragen

Kagge liess mich daran teilhaben wie er zum Nordpol und zum Südpol ging und wie er im Alltag das Gehen pflegt:
Manchmal geht er einfach ziellos vor die Haustüre, manchmal von A nach B, dann wieder stundenlang durch Städte, durch Museen…

Prompt löste sich durch seine Berichte meine dränge Frage “Wie mache ich das mit dem Wandern im Winter?”.
Ich begriff, es ist gar nicht so relevant wohin ich gehe.
Das Gehen an sich ist wichtig. Und das Entdecken.
“Gehen gibt dem Kopf Bodenhaftung” schreibt Kagge und zitiert wenig später Hippokrates, der vor den falschen Medikamenten der Ärzte warnte und betonte, dass kein Medikament besser sei, als einen Fuss vor den anderen zu setzen:
“Gehen ist des Menschen beste Medizin.
Diese Hinweise waren ein Geschenke für mich.

Wenn Du andere fragst, ob sie Menschen kennen, die etwas Ähnliches tun wie Du es willst, fällt Freunden und Bekannten ein, dass sie “um 7 Ecken” jemanden kennen.
Vielleicht rufen sie Dich ein paar Tage nach eurem Gespräch an, weil ihnen plötzlich einfällt, dass ihre Freundin eine Freundin hat, die eine Freundin hat, die eine Arbeitskollegin hat, die vor einem halben Jahr mit dem Fahrrad um die halbe Welt gefahren ist oder sie sind “zufällig” auf einen Blog oder ein Buch eines Rad-Weltreisenden gestossen.

Wenn Du einen Wer gefunden hast, versuche nicht sofort aus seinen Erlebnissen abzuleiten WIE Du selbst vorgehen könntest.
Lass seine Erfahrungen auf Dich wirken.
Beobachte ihn/sie.
Folge ihm/ihr.
Finde die Ähnlichkeiten zwischen Euch und die Unterschiede.
Das schärft Deine Vorstellung davon, wie Du vorgehen willst.

 


Die Strategie 8 um Deine Lebensziele zu finden – und nicht vorzeitig aufzugeben lautet:

Frage nicht “Wie kann ich meine Herzenswünsche verwirklichen”, sondern “Wer tut das was ich tun will bereits?” und “Kennst Du jemanden, der etwas Ähnliches tut, wie ich es tun möchte?”


 

* in John Strelecky, Wiedersehen im Café am Rande der Welt, S.84ff

Wir sind alle Lebensgärtner – Interview von “Herzenswunsch-Podcast”

Liebe Leserin, lieber Leser
genau in der Mitte der Blogserie hat mich Yvonne Simone für ihren “Herzenswunsch-Podcast” interviewt. Sie wollte mehr darüber wissen, was durch meine Big Five in den letzten zwei Jahren in meinem Leben passiert ist.

Also gibt es diese Woche nichts für die Augen, sondern etwas für die Ohren 🙂



Blogserie: 10 Strategien, um Deine echten Lebensziele zu finden, Teil 1

Artikel 1: Wie Deine Herzenwünsche Dich auf Kurs bringen

Artikel 2: Sind deine Lebensziele der Mühe wert? 5 Beurteilungskriterien

Artikel 3: Wie du mutiger wirst Deinen Weg zu gehen

Artikel 4: Wie du es schaffst Deine Lebensziele zu finden, obwohl Du nicht weisst, wie Du anfangen sollst.

Artikel 5: Deine Abneigung ist ein Wegweiser

Artikel 6: Erlaube Dir das Sinnlose

Artikel 7: Entlarve falsche Ziele

Artikel 8: Stell die richtige Frage

Artikel 9: Zeige dem Leben wo Du hin willst

Artikel 10: Umgehe die Angst

Artikel 11: Wähle gute Ratgeber

Eine inspirierende Lesezeit wünsche ich Dir

Lebe lebendiger!

Wie du es schaffst Deine Lebensziele zu finden, obwohl Du nicht weisst, wie Du anfangen sollst.

Ich gebe es zu.
Ich bin ein Schreibsuchti-Fan.
Die Blogbeiträge und Newsletter des Autors (www.schreibsuchti.de) öffne ich selbst dann, wenn ich mit Arbeit überladen bin.
Walter Epp’s Texte sind kurz, knackig und so voller Überraschungen und Provokationen, dass das Lesen ein Genuss ist. Zudem sind seine Tipps und Tricks zum Thema “Bloggen und damit Geld verdienen” durchdacht und bestehen den Praxistest.

Logisch, dass ich vor Kurzem seinen neuen Online-Kurse gekauft habe.
Interessiert notierte ich welche Massnahmen er vorschlägt, damit mein Blog mehr Leser findet:

  • eine Landingpage und eine Salespage machen
  • mit bestimmten Plugin für eine schöner Darstellung sorgen
  • .
  • .
  • die Website nach einem bestimmten Strickmuser aufbauen.

Meine Pendenzenliste wurde grösser und grösser: Bald war mir klar: wenn ich Walter Epps Strategie umsetzen will, braucht meine Website eine Rundum-Renovation.

Oh Mann, wo fange ich nur an!”, fragte ich mich mit Blick auf die lange Liste – und tat wochenlang nichts.
Ich war ratlos. Überfordert.
Also habe ich Walter genau das gefragt: ”Mann, wo fang ich an…?!”
Na, ja – etwas eleganter habe ich es schon formuliert 🙂 .

Als ich seine Antwort gelesen hatte, lachte ich lauthals.
Ich war fassungslos.
Walter schrieb, dass er seine Website Schritt für Schritt entwickelt und seine Artikel fortlaufend verbessert habe. Eine “Renovation” wie ich es vorhabe, habe er nie gemacht.

Mir ging ein Licht auf.
Ich hatte mich total verheddert!
Mich, die “Erfinderin” der Veränderungsformel musste er daran erinnern, wie man eine Veränderung anpackt!.
Genau so gut hätte eine gute Köchin fragen können, wie man Zwiebel hackt oder einer versierten Schneiderin, wie man einen Faden einfädelt.
Doch durch meine To-do-Liste (- ich denke schon länger, dass die gefährlich sind) hatte sich die Aufgaben zu einem hohen Berg aufgetürmt.
Unbewusst hatte ich mir das Ziel gesetzt, eine ganz tolle Website zu haben – so wie im Kurs gezeigt wurde – und zwar möglichst rasch (also sofort). Dadurch wurde die Herausforderung so gross, dass ich vor dem Start schon kapitulierte.

<

Wenn unser Lebenstraum uns entmutigt

In diese Form von “Aufschiberits” können wir auch geraten, wenn wir unsere Lebenszielen und Träume ernst nehmen und umsetzen wollen. Denn sofort stellt sich eine grosse Anzahl von Fragen. Jede für sich ist eine Herausforderung.

Bist auch Du dabei Deine unwiderstehliche Zukunftsvision zu verwirklichen? Dann kennst Du diese Fragen bereits:

  • Was für eine Art von Leben würde ich am allerliebsten leben?
  • Was will ich wirklich?
  • Kann ich erreichen, was ich will?
  • Wie bringe ich meinen ideales Leben mit den Anforderungen des Alltags zusammen?
  • Kann ich mit dem was ich tun will Geld verdienen? Wenn nicht: nie bekommt mein Traum trotzdem genügend Platz in meinem Leben?

Diese Herausforderung sind auf olympischen Niveau.
Kein Wunder, dass die Überforderung unseren Handlungswillen gelegentlich plattwalzt.
Sich diese Frage nicht zu stelllen, würde allerdings heissen, das zu verpassen, was man im Leben wirklich will. Wie ist diese Dilemma zu lösen?

 

1. Bewusstheit

Mit der Veränderungsformel ist die Antwort leicht gefunden. Deshalb war ich so verwundert, dass ich vor Walters Antwort nicht gecheckt hatte was los ist, als mich die To-do-liste überforderte.
Mein Beispiel zeigt: Wesentlich ist, dass ich mir bewusst bin, dass ich mir eine grosse Herausforderung ausgesucht habe.
Dank dieser Erkenntnisse konnte ich sofort meine Vorgehensweise ändern. Ich wechselt vom Modus “To-do-Liste-abarbeiten” in den Modus “eine Veränderung anpacken”:

  1. Ich schaute von den vielen Aufgaben und Zwischenzielen weg.
  2. Ich definierte, in welche Richtung ich gehen will (hier: eine Seite so aufbauen, wie ich es im Kurs gelernt habe) und
  3. ich begann mir Mini-Aufgaben aufzutragen, um jeden Tag kleine Schritte in die richtige Richtung zu gehen.

Was ist anders?” fragst Du vielleicht, wenn Du mit der Veränderungsformel nicht so vertraut bist.
Hier will ich es nur kurz mit einer Frage an Dich erklären:
Welche Vorsatz kannst Du leichter anpacken und erledigen? “Ich will sportlicher werden und beginne vorerst mit 1 Liegestütze pro Tag, weil das schon 100% mehr ist als zuvor” oder “Ich gehe ab sofort jede Woche einmal ins Fitness-Studio”?

Für sehr viele Menschen ist die erste Aufgabe leicht umzusetzen.
Trotz dieser Leichtigkeit gelingt es ihnen im Jahr mindestens 365 Liegestützen machen.
Am zweiten Vorsatz scheitern viele nach wenigen Monaten. Der frisch trainierte Muskel verliert seine Kraft wieder, der Wunsch nach Fitness erfüllt sich nicht.

Oft denken wir kurzfristig, packen ein Ziel mit Elan an und müssen dann feststellen, dass es zu viel ist. Wir können länger durchhalten und kommen dadurch weiter, wenn wir das langfristige Ziel im Auge behalten und regelmässig kleine Schritte tun.

 

2. Lebensziele wachsen lassen

Auch wenn Du Deine Lebensziele finden willst, ist es viel einfacher eine Richtung zu definieren, statt zu versuchen konkrete Ziele aus dem Boden zu stampfen.
Natürlich kannst Du spontan sagen: ich wäre gerne reich, möchte ein schönes Haus am Meer haben und den ganzen Tag tun können wozu ich Lust habe.
Doch sind das echte Lebensziele oder sind es Bilder in Deinem Kopf, die nur vorgaukeln, dass dies die Erfüllung aller Träume ist?
Sind das Lebensziele, die so gut zu Dir passen wie ein massgeschneidertes Kleidungsstück?
Wohl kaum.

Abstand

Wie sich aus Herzenswünschen Lebensziele herausschälen

Bevor Du nun krampfhaft eine Richtung für Dein Leben suchst, lass mich zuerst die Idee der “Big Five” von John Strelecky erklären. Du wirst gleich sehen, dass sich aus Deinen Big Five mit der Zeit Lebensziele, ja sogar Dein Lebenssinn herauslesen lässt.

Safaritouristen, so erfährt man in John Strelecky’s Buch “Safari des Lebens”, haben meist eine klare Vorstellung davon, was eine gelungene Safari ist  Sie zählen die Tiere auf, die sie gesehen haben wollen:  Elefanten, Nashörner, Löwen, Leoparden, Büffel… Oft sind es genau diese fünf. Daher werden sie in Afrika die “Big Five” genannt.
Wenn Du nun Dein Leben als Safari ansiehst, so Strelecky, welche 5 Dinge möchtest Du in Deinem Leben getan, gesehen oder erlebt haben, damit du sagen kannst, “es war ein Leben, ganz wie ich es mir erträumt habe?”.

Welche fünf Wünsche erwählst Du nun zu Deinen Big Five?
Ganz ehrlich: es ist am Anfang nicht so wichtig.
Es geht zuerst darum

Dir klar zu werden

  • was Dir für Dein Leben wichtig ist
  • aus den ganzen Dingen, die Du könntest, solltest und müsstest, die heraus zu filtern, die Dein Herz höher schlagen lassen
  • Deinen “Wunschmuskel” zu trainieren.

Du hast 5 Herzenswünsche notiert? Gratuliere: ein wichtiger erster Schritt ist gemacht! Du beginnst festzulegen, was in Deinem Leben wirklich wichtig ist.
Ob das Deine Lebensziele sind?
Ob damit erfasst ist, warum Du auf diesem Planeten bist und welchen Sinn Dein Leben hast. Vermutlich noch nicht.
Aber es ist ein erster Entwurf auf dem Du aufbauen kannst. Zerbrich Dir über deren Richtigkeit nicht den Kopf, sondern gehe erste Schritte. 

  • Du wirst feststellen, dass manche Träume Schäume sind – sie schienen Dir wertvoll, aber Du stellst fest, dass Du sie gar nicht magst.
    Meine anfängliche Begeisterung für digitales Nomadentum schlug zum Beispiel völlig um, als mir klar wurde, wieviele digitale Nomaden stundenlang in den Bildschirm starren, obwohl sie sich in einer wunderschönen Umgebung befinden.
  • Du wirst aber auch erfahren, dass manche Träume sich auch in der Realität traumhaft anfühlen.
    Der Wunsch nach Dänemark zu gehen, die Lavendelfelder in der Provence zu erleben und ein Buch zu schreiben, all das hat mein Herz im Vorfeld angesprochen und war dann tatsächlich ein Erlebnis mit einer wichtigen Bedeutung für mich.

Herzenswünsche umsetzen – ohne Überforderung

Die fünf Wünsche hast Du also vor Dir. Was sind nun “erste Schritte”?
Wie oben anhand der Veränderungsformel bereits gezeigt: Du beginnst mit dem was leicht ist (minimale Anforderung). Es ist nicht wichtig, dass Du schnell bist, sondern dass Du die Richtung hältst und konstant kleine Schritte gehst. Hochleistungssportler-Allüren wie ich sie im Zusammenhang mit meiner Website an den Tag gelegt habe, sind nicht gefragt.

Wenn Du davon träumst ein Buch zu veröffentlichen, dann

  • beginne damit jeden Tag 10 Minuten zu lesen, wie man gut schreibt oder

  • besuche einmal in der Woche ein Schreibseminar

  • oder gewöhne dir an Dein Handy erst einzuschalten wenn du am Morgen 500 Wörter geschrieben hast

was immer Du mit Leichtigkeit in Deinem Alltag schaffst.
Wenn Du 10 Minuten lesen nicht schaffst, reduziere die Anforderung noch stärker: Liess nur 1 Minute pro Tag. Diese eine Minute ist mehr wert als einmal 10 Minuten lesen und 10 Tage Lesepause machen, denn mit einem Mini-Schritt pro Tag bleibst Du im Thema drin, hältst Dich damit auf dem Kurs Deiner Träume und trainierst das Umsetzen Deiner Wünsche. Das ist für den Anfang wichtiger, als das Wissen und Können, das Du Dir in den paar Minuten Lesen aneignest.

 

Aus Herzenswünsche zeigen sich Lebensziele

Setzt Du Deine Herzenwünsche um, passiert etwas erstaunliches: Die Lebensthemen kristalisieren sich immer mehr heraus.

Anfangs notierte ich als Herzenswünsche:

  • die Loireschlösser sehen
  • nach Liége gehen, um den Spuren von Maigret zu folgen
  • nach Dänemark reisen
  • Belgien entdecken
  • die Tulpenfeldern in Holland bewundern

Alles wunderschöne “Safari-Ziele”.

Doch mit der Zeit begann mir zu dämmern, dass diese Liste endlos ist. Denn das eigentliche Ziel sind nicht all diese Entdeckungsreisen. Nein, das Unterwegs-sein, das Entdecken von Neuem ist das massgeschneidertes Ziel für mich ist. Etwas in mir will Bewegung, Dinge entdecken und die Natur spüren – am liebsten mit möglichst wenig Gepäck.

Und so formulierte ich stellvertretend für alle meine Entdecker-Ziele einen Big Five, der mir wohl den Rest meines Lebens erhalten bleibt:

“Mit einfachen Mitteln nach Lust und Laune unterwegs sein, die Welt entdecken und alles Mögliche und Unmögliche lernen.”

 

Von den Herzenswünschen zur Antwort “Darum bin ich hier”

Heute weiss ich: das unterwegs sein nährt und inspiriert mich. Das macht mich reich, gibt mir das Gefühl wirklich zu leben.

Nachdem ich viele Herzenswünsche in diese Richtung verwirklicht hatte, begann ich zu verstehen: dieser Reichtum in meinem Leben ist nicht nur für mich wichtig. Die Menschen denen ich begegne bekommen einen Teil davon ab. Ich gebe ihn weiter, ohne es richtig zu merken. Andere werden dadurch inspiriert ihr Leben wirklich zu leben. Heute ist mir klar: Genau dafür bin ich da.

Das bestätigt sich auch durch meine bisherige Lebensgeschichte. Vom ersten Tagen an, ging es darum um mein Leben zu kämpfen. Zuerst ging es um meine Gesundheit. Später, als Kind ging es um mein inneres Überleben. Als Teenager war ich bereit mein Leben wegzuwerfen, weil sich in meinem Inneren so viel Schmerz angesammelt hatte. Später lief ich in Gefahr mir von anderen diktieren zu lassen, wie ich leben soll. Zu guter Letzt hätte der Alltagstrott mich beinahe erwischt.
Es macht einfach Sinn, dass genau ich den “Job” habe Menschen zum wirklichen Leben zu ermutigen. 

 


Wenn Du das Gefühl hast, es ist eine Herkulesaufgabe die eigenen Lebenziele oder den Sinn für das eigene Leben zu finden, unterstützt Dich Strategie 5:

Definiere Herzenswünsche und verfolge sie. Tu das was einfach ist zuerst.


 

Sind Deine Lebensziele der Mühe wert? 5 Beurteilungskriterien

Manche Dinge unterschätzt man.
Im Brockenhaus in dem ich ehrenamtlich arbeite, halte ich manchmal einen Gegenstand über den Abfalleimer. Zum Beispiel eine Bluse von der ich denke, sie sei zu u
nmodern und somit unverkäuflich. Oder einen Haushaltsgegenstand, der seine beste Zeit nicht vor sich, sondern hinter sich hat.

Ich warte ab bis eine der anderen Helferinnen meine Geste bemerkt.
Wir schauen uns an, ich fragend, abwartend. Interessiert, was die andere Helferin sagt, wenn ich das Ding gleich in den Abfalleimer fallen lasse.
Nickt sie oder protestiert sie?

Manchmal sind wir uns einig.
Manchmal sind wir Welten auseinander.

 

Weiss ich was im Leben Wert hat?

Am Schwersten finde ich es Bilder, die uns ins Brocki gebracht werden, einzuschätzen.
Ist dieses Gekritzel im Bilderrahmen wirklich nur ein Gekritzel oder ist es ein erster Entwurf von Picasso?
– Okay, das war jetzt auch ein bisschen Schleichwerbung, damit ihr mal vorbeikommt und euer Schnäppchen-Glück versucht 🙂 .
Im Ernst. Was ist das Kunstwerk wert, das in diesem Rahmen steckt?
15 oder 150 oder gar 15’000 Franken?
Mir fehlt jede Grundlage, um das beurteilen zu können.

Im Leben ist es manchmal genau so.
Es fehlt die Grundlage, um beurteilen zu können, ob die Energie und Lebenszeit, die man
in eine Ausbildung, ein Auto oder in einen Hausbau steckt, gut investiert ist.
Sicher, beides zeigt: es passiert etwas in Deinem Leben.
Mancher würde gar sagen: “Es geht voran!”.

Doch wie wirst Du diese Entscheidung in 10 Jahren beurteilen?
Ich fand lange: solche Fragen lassen sich kaum beantworten.

Wertvorstellungen können sich schnell ändern. Diese Erfahrung machte ich schon mit 15, als ich nach einer Wirbelsäulenoperation einige Stunden mein rechtes Bein nicht mehr spüren konnte. Schlagartig war mir klar: manche Möglichkeiten haben eine Verfallsdatum. 

Sorgt das Wichtige von heute, für das Bedauern von morgen?

  • Vielleicht hindert Dich in 3 Jahren ein Knieproblem daran Dir einen Herzenswunsch zu erfüllen, den Du auf “irgendwann später…” verschoben hast – nach der Ausbildung, nach dem Autokauf, nach dem Hausbau…

oder

  • durch den beruflichen Wechsel wirst Du zu einem Vielflieger im schwarzen Business-Anzug. Du jettest von Ort zu Ort. Das ist anfangs spannend. Doch für Freundschaften, Partnerschaft,  Familie und Hobby findet sich nur noch am Wochenende Zeit – wenn überhaupt. Musestunden? Ruhe? Zeit zum Leben? Fehlanzeige.
    Nach wenigen Jahren bedauerst Du, was in Deinem Leben alles nicht stattfindet.

Vielleicht ist diese Ausbildung aber auch das Sprungbrett in eine Tätigkeit, die Du liebst, weil du genau das tun kannst, was dir wichtig ist.
Wer weiss das schon?

 

Kriterien für die Beurteilung

Meine Suche nach dem was wirklich wichtig ist im Leben, ist nicht zu Ende.
Aber mi
t den Jahren ist sie einfacher geworden, weil ich Beurteilungskriterien fand: 

 

1. Prüfstein: gefallen mir meinen Lebens-Museumsbilder?

Schliesse die Augen,” so lernte ich es im Kurs des Hamburger Teams von John Strelecky. “Stelle Dir vor, in einem Museum werden Szenen aus Deinem Leben gezeigt: 

Hast du viel gearbeitet, hängen natürlich viele Szenen aus deinem beruflichen Alltag auf.

Warst Du oft mit Freunden unterwegs, hast Du viel gelesen, gebastelt, Sport getrieben, Zeit in der Natur verbracht? Es wird in Deinem persönlichen Museum dokumentiert.

Wann gab es Höhepunkte, Flauten, Tiefschläge?
Dein Lebens-Museum zeigt es.”

Ab und zu in Gedanken durch dieses Lebens-Museum zu gehen, stärkt das Urteilsvermögen.
Wir sehen unser Leben “von aussen”, in einer Art Überblick.
Wir müssen dem w
as war in die Augen sehen. Wir werden “gute Museumstage” finden, wie John Strelecky es nennt.
Und wir werden manches entdecken, das uns nicht gefällt.

Der Besuch im eigenen Lebens-Museum hilft auf gute Art kritischer zu sein.

 

2. Prüfstein: was in schweren Zeiten wichtig bleibt. 

Ein Vorteil des Älter-Werdens ist, dass man Erfahrungen macht.
Schwierige Erfahrungen, besonders Krisen und Schicksalsschläge lassen uns erkennen, das Vieles nicht wichtig ist.

Kennst du Menschen, die kein einfaches Leben hatten, aber nicht bitter geworden sind. Menschen die gelernt haben aus Mist das Beste zu machen?
Sie wirken gelassen, sind manchmal etwas ironisch und abgeklärt. Denn sie reiben sich nicht (mehr) daran auf, dass Dinge sind, wie sie sind.
Sie schätzen, was sie haben.
Es könnte alles viel schwerer sein. Das ist ihnen bewusst.

Fragst Du solche Menschen, wie sich ihre Werte durch schwere Zeiten verändert haben, merkst du: Viele gaben plötzlich Dinge auf, die ihnen zuvor sehr wichtig schienen.
Sie setzen neue berufliche Ziele oder kündigten ihren Job, um für anderes mehr Zeit zu haben.
Sie beenden Beziehungen.
Sie begannen Beziehungen.
Sie fragten öfters danach, was sie selbst wollen.
Die Meinung anderer wurde weniger wichtig.
Verluste hatten ihnen klar gemacht: auf Vieles kann man verzichten.
Zum Beispiel auf vermeintliche Freunde.
Auf anderes könnte man verzichten, aber man sollte es nicht. Man holt es sich besser entschlossen ins Leben.

 

3. Prüfstein: Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen. 

Bonnie Ware hat in ihrer Arbeit als Sterbebegleiterin erlebt, wie Menschen Versäumtes von Herzen bedauerten.
Worüber sich ihr Patienten beklagten, erzählt sie uns in ihrem Buch. Das
gibt uns die Chance, die Fehler von Bronnie Ware’s Patienten nicht zu machen. Oder zumindest – andere  🙂 .

Versäumnis 1: sich selbst nicht treu gewesen sein
“Warum haben ich nicht einfach getan was ich wollte?” fragten die Menschen, die Bonnie in ihrer letzten Lebensphase begleitete. Sie hatten nicht den Mut gehabt, so zu leben, wie sie es wirklich wollten. Sie hatten die Erwartungen anderer erfüllt, doch zurück blieb das Gefühl sich selbst nicht treu geblieben zu sein.

Versäumnis 2: zuviel Lebenszeit der Arbeit geopfert
“Wir tun so, als hätten wir alle Zeit der Welt – dabei haben wir nichts anderes als das Leben heute,” sagten ihre Patienten. Sie waren Erfolg, Besitz und Anerkennung nachgejagt und hatten es vor sich hingeschoben, Zeit mit Menschen zu verbringen, die sie liebten und Dinge zu tun, die sie liebten. Für manches kam die “richtige Zeit” nie.
“Richte dein Leben nicht so ein, dass du am Ende bereuen musst, soviel gearbeitet zu haben”, riet ein Mann der Sterbebegleiterin.

Versäumnis 3: Gefühle verschwiegen
Menschen die man liebt zu sagen, wieviel sie einem bedeuten – das  schien mir früher nicht sehr bedeutsam fürs Leben. Doch die Sterbenden klagten darüber, dass sie hatten es versäumt hatten ihre Gefühlen auszudrücken. In ihren Beziehungen war Vieles ungesagt geblieben. Manches liess sich nachholen. Für manches war es zu spät.

Versäumnis 4: den Kontakt zu alten Freunden verloren
“Sorgen Sie dafür, dass Sie immer wissen wo Ihre Freunde gerade sind, und teilen Sie ihnen mit, dass Sie sie zu schätzen wissen, “ raten die Patienten von Bronnie.
Geschäftigkeit, Konflikte oder die Unfähigkeit den Kontakt zu halten, wenn es schlecht lief, hatte bei ihnen dazu geführt, dass Kontakte zu alten Freunden abrissen. Selbst wenn sie von anderen umgeben waren, litten Bronnies Patienten unter Einsamkeit. Es fehlten ihnen die Menschen, die ihre Geschichte kannten – das liess sich durch neue Kontakte nicht beheben.

Versäumnis 5: sich zuwenig Glück gegönnt haben
“Wenn ich die Chance hätte, noch einmal irgendetwas anders zu machen, dann würde ich mir mehr Glück und Freude gönnen”, so klagten ergebnis- und leistungsorientierte Menschen. Sie hatten vergessen, den gegenwärtigen Moment zu geniessen und der Freude einen wichtigen Platz im Leben zu geben. Glück stand für sie nicht im Vordergrund. Sie wollten dies und das erreichen und verschoben Freude und Glück von Jahr zu Jahr.

 


Die zweite Strategie, um echte Lebensziele zu finden heisst also:

Prüfe, was wirklich wertvoll ist!


 

Folgende Fragen fassen diesen Artikel zusammen. Sie helfen zu beurteilen, ob Deine Ziele nur glänzen oder ob sie Gold wert sind:

  1. Kriterium: Gefällt es mir, wenn von dem was ich jetzt tue, in meinem Lebens-Museums ein Bild hängen wird? Sind diese Bilder das, was ich wirklich in meinem Leben haben will?
  2. Kriterium: Bin ich mir selbst treu und tue ich das, was für mich wirklich wichtig ist oder lebe ich das, was andere gut finden?
  3. Kriterium: Werden meine Beziehungen zu (alten) Freunden durch mein Tun am Leben erhalten; und wissen die Menschen, die ich liebe, was sie mir bedeuten und welche Gefühle ich für sie habe?
  4. Kriterium: Gönne ich mir Glück und Freude? Ist das in den Bildern meines Lebens-Museums sichtbar?
  5. Kriterium: Wäre heute der letzte Tag meines Lebens, wie würde ich meine Museumsbilder beurteilen?